Whistleblower – kein Skandal bleibt unentdeckt

Abbildung von Edward Snowden

Whistleblower, sogenannte Skandalaufdecker und Enthüller, gibt es schon seit Jahrzehnten. Durch diese Hinweisgeber sind schon viele Skandale aufgedeckt worden, sei es in der Politik oder auch in der Wirtschaft. Einer der bekanntesten Whistleblower aus der heutigen Zeit ist Edward Snowden.

Der Geheimnisverräter aus den USA enthüllte die Praktiken im Rahmen der Überwachung und Spionage durch Geheimdienst. Im Mittelpunkt der Enthüllungen standen dabei die Vereinigiten Staaten und Großbritannien. Er sorgte dafür, dass Papiere, welche als „top secret“ eingestuft waren, veröffentlicht wurden und somit eine NSA-Affäre auslöste. Seit der Veröffentlichung der Papiere ist Snowden ins Exil nach Russland geflohen und lebt dort an einem geheimen Ort. Alle Auslieferungsgesuche der USA scheiterten bis jetzt. Skandale gibt es immer wieder, welche durch Geheimnisverrat aufgedeckt werden.

Deutschland kommt da nicht zu kurz. Erst kürzlich kam es zu immensen Umweltskandale bei Volkswagen und Audi. Dabei ging es in erster Linie darum, dass die Automobildhersteller bei Absgaswerten der Dieselmotoren geschummelt hatten und die Schummelei über Jahre hinweg verschwiegen hatten. Jedoch ist nicht geklärt, ob der entscheidende Hinweis in diesem Prozess von einem Whistleblower kam. Laut Presse hat der Skandal eine lange Vorgeschichte und kam letztendlich durch offizielle Tests der Automobile bzw. deren Abgaswerte.

Symbolbild für Abgasskandal VW

 

Im Zeitalter des Internets gibt es sogar eine eigens erstellte Internetseite, auf welcher Geheimnise aus verschiedensten Bereich, wie zum Beispiel Politik, Wirtschaft oder auch dem Militär. Insbesondere die Machenschaften des US-Militärs im Irak, Afghanistan und anderen Ländern steht dabei im Vordergrund. Teilweise werden auch pikante Videoaufnahmen, welche mittels Überwachungskameras aufgenommen wurden, veröffentlicht. Einige Hacker sind in der Lage auch auf gut gesicherte Netzwerke, in denen Überwachungskameras eingebunden sind, zuzugreifen und die aufgenommenen Bilder zu entwenden. Für die meisten Hacker sind jedoch nur solche Kameras interessant, welche sich beispielsweise in öffentlichen Gebäuden oder an Orten befinden, wo sensible Bereiche überwacht werden. Private Nutzer von solchen Sicherheitskameras müssen sich in der Regel also keine Gedanken machen.